RP, 27.08.2026, Neukirchen-Vluyn
Die „Hofmusiker“ in Aktion. Foto: Olaf Reifegerste
Konzert auf dem Buschmannshof
Rüdigers Hofmusik lockt rund 150 Gäste nach Neukirchen-Vluyn
Neukirchen-Vluyn · Auf dem Buschmannshof in Neukirchen-Vluyn erklingen Genesis, Beatles, Volkslieder und „Fluch der Karibik“ in neuen Fassungen. Am Freitag geht es beim Höfefestival in Moers weiter.
Von Olaf Reifegerste
Es war der vierte Termin von insgesamt 15 im Rahmen des Kostenpflichtiger Inhalt Höfefestivals 2026 im Kreis Wesel. Bei schönstem Open-Air-Wetter wurde der Buschmannshof in Neukirchen-Vluyn am Mittwoch, 26. August, zum Schauplatz von „Rüdigers Hofmusik“ – mit bekannten Melodien aus Pop, Klassik und Volksmusik in neuen musikalischen Gewändern. Rüdiger Eichholtz, Initiator und Organisator der Veranstaltungsreihe, sprach vom „Chamäleon des Festivals“, weil das Format mit immer neuen „musikalischen Bausteinen und Anreicherungen“ aufwarte. Wie diesmal mit einem „Special Guest“ und Operngesang.
Tausendsassa an verschiedenen Instrumenten
Bei derart vielversprechenden Ankündigungen war es kein Wunder, dass der Besuch des Konzertes nach Aussage von Angelika Girndt, die zusammen mit Ehemann Hans-Gerd den Buschmannshof unterhält, „überwältigend“ ausfiel. Sie und ihr Mann sprachen von gut und gerne 150 Gästen. Moderiert wurde der rund zweistündige Abend von Johannes Bär, einem mehrfach ausgezeichneten österreichischen Jazz- und Unterhaltungsmusiker und Tausendsassa (nicht nur) an verschiedenen Instrumenten. Ihm zur Seite standen der Saxophonist André Meisner, der Gitarrist Serge Corteyn, der Bassist Alexander Morsey und der Schlagzeuger Giuseppe Mautone.
Als Special Guest für das Intro trat die ungemein vielseitige norwegische Künstlerin Anja Bibby aus Oslo auf. Begleitet von Bär an der Tuba sang sie das Chanson „La Vie En Rose“ und danach die bekannte „Habanera“ aus der Oper „Carmen“ von Georges Bizet. Das war ein Einstieg nach Maß, der gefiel. Es folgten im ersten Set weitere sechs Songtitel durch das Quintett, die aus den Musikgenres Rock, Pop und Jazz, Kinder- und Volkslieder sowie Film- und Tanzmusik stammten. 
Ein besonderes Erlebnis: Anja Bibby singt zur Tuba-Begleitung von Johannes Bär.
Foto: Olaf Reifegerste
„Fluch der Karibik“ im Raggae-Stil
Mit dabei waren die Pop-Hits „I Can’t Dance“ von Genesis, „The Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel und „Can‘t Buy Me Love“ von den Beatles, aber auch die Titelmusik aus dem Blockbuster „Fluch der Karibik“. Letztgenanntes Stück war in einem grandiosen Reggae-Stil arrangiert, der begeisterte und tanzbar war. Großen Anklang beim Publikum fanden auch die beiden Kinder- („Auf einem Baum ein Kuckuck“) und Volkslieder („Die Gedanken sind frei“), die im Finale quasi ineinander montiert wurden und mit Schlagzeugsolo und mehrstimmigem Blech (Trompete, Saxophon und Posaune) endeten.
Für das zweite Set versprach Bär mehr Tanzmusik, die allerdings vom Publikum nur bedingt als tanzbar wahrgenommen und angenommen wurde, obwohl Reggae mit Bob Marley („Could You Be Loved“) und Abba („Dancing Queen“) als Bossa Nova darunter waren. Zu guter Letzt spielten Bär & Co. als Premiere sogar noch „Daddy Cool“ von Boney M. und „I Like To Move It“ vom US-amerikanischen Hip-House-Duo „Reel 2 Real“.
Doch wie auch immer: Ohne Zugaben entließ das Publikum die Fünfmann-Band nicht. Eine davon war das berühmte italienische Widerstandslied „Bella Ciao“.
So geht es weiter
Weitere Termine des Höfefestivals: Das „Oddgeir Berg Trio“ gastiert am Freitag, 28. August, 20 Uhr auf Webers Hof in Moers und am Samstag, 29. August, 19 Uhr auf dem Ramkershof in Hoerstgen. Das Trio „Jo Aldingers Downbeatclub“ ist am Sonntag, 30. August, 19 Uhr auf der Gemeindewiese in Rheinberg-Budberg sowie am Montag, 31. August, 20 Uhr auf dem Hof Kleine Gönn in Xanten zu hören.
(reife pogo)





