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KULTURPROJEKTE NIEDERRHEIN E.V. /// FÖRDERUNG REGIONALER VERNETZUNG AM NIEDERRHEIN

SCHON DABEI?

RP, 10.07.2026, Moers

Jürgen Renn hat zwei Max-Plack-Institute gegründet und ist in der Leopoldina, dem wichtigsten deutschen Wissenschaftlergremium, aktiv. Foto: Helmut M. Bien

 

Neue Moerser Talkshow bringt große Namen in den Rittersaal

Im Rittersaal des Moerser Schlosses startet im Juli ein neues Talkshow-Format. Der erste Gast war früher ein Astronomie-Talent – und ist heute ein weltbekannter Wissenschaftshistoriker.

Von Sabine Hannemann

Die Kulisse stimmt schon mal: Im Rittersaal des Moerser Schlosses startet am 28. Juli ein nagelneues Talkshow-Format. „moersSalon“ nennt Helmut M. Bien die Gesprächsrunde, bei der Menschen zu Wort kommen, die in Moers und am Niederrhein aufgewachsen, in die Welt aufgebrochen sind und Beachtliches geleistet haben, ohne dabei ihre Jugend am Niederrhein zu vergessen.

Zur ersten Runde hat Bien Jürgen Renn eingeladen, der manchem noch als Begründer der Moerser Astronomischen Gesellschaft (MAO) in Erinnerung sein wird: Er war mit seinem Teleskop die Moerser Hoffnung im Wettbewerb „Jugend forscht“. Heute gilt Jürgen Renn, Gründer zweier Max-Planck-Institute, als der deutsche Einstein-Forscher. „Geplant ist eine zwei- bis dreistündige Veranstaltung, ganz im Salonstil mit Musik und einem Imbiss“, sagt Bien.

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Das Gespräch mit seinem ersten Gast verspricht spannend zu werden, nicht nur weil Jürgen Renn als ehemaliger Adolfiner beruflich sehr viel erreicht hat. Sein übergreifendes Thema ist das Anthropozän – das Erdzeitalter, in dem der Mensch zum entscheidenden Einflussfaktor auf die Erde geworden ist.

2022 erschien dazu sein Buch „Die Evolution des Wissens“, das auf der Sachbuch-Bestenliste stand. Darin beschreibt Renn die Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlicher Entwicklung, Technologie und Wissenssystemen. Ein Thema, das Moers als ehemaliges Bergbaugebiet besonders betrifft. Die Ewigkeitsaufgaben dauerhafter Maßnahmen wie Grubenwasserhaltung und Poldermaßnahmen seien in dem Zusammenhang nur ein Stichwort für seinen ersten Gast, sagt Bien.

Jürgen Renn, Jahrgang 1956, studierte nach seinem Abitur 1975 in Moers Physik an Freien Universität Berlin und der La Sapienza in Rom. Er promovierte in mathematischer Physik. Als Wissenschaftshistoriker, Physiker und Mathematiker machte er sich einen Namen.

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Das Konzept für die Talkshow „moersSalon“ entstand in Gesprächen mit Ernst Wissen, dem ehemaligen stellvertretenden Schulleiter des Julius-Stursberg-Gymansiums in Neukirchen-Vluyn. Die Auswahl der Gäste folgt dabei verschiedenen Kriterien. Bien fragt zum Beispiel: Welche Rolle haben sie in der Stadt Moers gespielt? Wie hat sie ihre Moerser Zeit geprägt und was haben sie der Stadt zu verdanken? „Ich denke, mit unserem ersten Gast Jürgen Renn erfüllen sich all diese Kriterien“, sagt der Veranstalter. „Ziel ist es, auch untereinander ins Gespräch zu kommen und Erinnerungen auszutauschen und auf das Moers von heute zu blicken.“

Helmut M. Bien, Jahrgang 1957, hat Philosophie, Psychologie und Pädagogik in Berlin studiert. Sein beruflicher Weg führte ihn in den Journalismus. Unter anderem hat er bei den Berliner Festspielen Ausstellungen, in Frankfurt ein internationales Lichtkunst-Festival kuratiert. Zuletzt hat er in Bochum eine Lichtkunst-Installation für das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum konzipiert, das gerade für den Deutschen Lichtdesign-Preis nominiert wurde. Heute pendelt er als Geschäftsführer der ,westermann kommunikation, Gesellschaft für Publizistik‘ zwischen Ingelheim und Moers.

„Ich bin viel in der Welt rumgekommen und als gebürtiger Moerser in meine Heimatstadt zurückgekehrt“, sagt Bien. Beim Wiedersehen mit Freunden und Bekannten in geselliger Rund sei automatisch die Frage nach ehemaligen Klassenkameraden aus der gemeinsamen Schulzeit am Adolfinum oder Weggefährten aufgetaucht. „Solche Fragen kennen wir schließlich auch aus dem Familienkreis. Ich denke, dass wir im ,moersSalon‘ interessante Gäste erleben werden“, so Bien.

Auch der nächste Gast für die Ausgabe am 10. November steht bereits fest: Andreas Rostek, ehemals Teil der Redaktionsleitung bei der taz und Verleger.

Der „moersSalon“ startet am Dienstag, 28. Juli, 19 Uhr, im Rittersaal des Schlosses (Grafschafter Museum). Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten. Unterstützt wird die Talkshow vom Grafschafter Museum, den Kulturprojekten Niederrhein, dem Schlosstheater Moers und dem Grafschafter Museums- und Geschichtsverein. Wegen beschränkter Kapazitäten ist eine Anmeldung per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  erwünscht.

(sabi juha )




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