KULTURPROJEKTE NIEDERRHEIN E.V. /// FÖRDERUNG REGIONALER VERNETZUNG AM NIEDERRHEIN

SCHON DABEI?

RP, 24.08.2025, Kamp-Lintfort

„Random Control“ und Sängerin Filippa Gojo begeisterten das Publikum beim ersten Konzert des Höfe-Festivals. Foto: Jutta Langhoff

Gelungener Auftakt beim Höfe-Festival

Kultur in Kamp-Lintfort

Kamp-Lintfort · Die österreichische Gruppe „Random Control“ und ihre Sängerin Filippa Gojo spielten im Außenbereich des Kamp-Lintforter Kulturzentrums „Schirrhof“. Und sie enttäuschten ihr Publikum nicht.

Von Jutta Langhoff

16 Tage lang jeden Abend ein tolles Jazz-Konzert auf Höfen zwischen Moers und Xanten, dazu drei originelle, musikalische Wanderungen zwischen drei der beteiligten Höfe. Das ist das Angebot des diesjährigen, wieder vom Verein „Kulturprojekte Niederrhein“ veranstalteten „Höfe-Festivals“.

Den Auftakt dazu machten am vergangenen Samstag die österreichische Gruppe „Random Control“ und ihre Sängerin Filippa Gojo im Außenbereich des Kamp-Lintforter Kulturzentrums „Schirrhof“ in der Friedrich-Heinrich-Allee. Gut 100 Besucher hatten sich dazu ab 19 Uhr in der offenen, ehemaligen Zechen-Remise eingefunden und erlebten die nächsten zwei Stunden ein echtes jazziges Hightlight.


INFO
Hochwertiger Jazz auf diversen Bauernhöfen
16 Orte Das Höfe-Festival ist eine Initiative des Vereins „Kulturprojekte Niederrhein“ zur Förderung der kulturellen Vielfalt in der Region. Dafür veranstaltet er seit fünf Jahren auf diversen Bauernhöfen und anderen landwirtschaftlichen Einrichtungen hochwertige Jazz-Konzerte. Das diesjährige Festival findet vom 23. August bis zum 7. September allabendlich an 16 verschiedenen Orten zwischen Xanten und Moers statt.
Wanderung Dazu gibt es erstmals drei zwischen zwölf und 20 Kilometer lange, von den beiden Blasmusikern Matthias Schriefl und Johannes Bär musikalisch begleitete Wanderungen. Die genauen Daten zu den 16 Konzerten und drei Wanderungen erfährt man im Internet unter www. kulturprojekte-niederrhein.de. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, nach den Konzerten wird jedoch um eine freiwillige Spende gebeten.


„Wir hatten die Gruppe schon mehrfach zu unseren Höfe-Festivals hier am Niederrhein und freuen uns, dass sie auch diesmal wieder dabei ist“, erklärte Rüdiger Eichholtz, Mitbegründer von „Kulturprojekte Niederrhein“. „Unsere Besucher dürfen sich an den nächsten 15 Abenden aber auf noch mehr tolle Bands freuen.“

Doch zunächst begeisterte am Samstag erst einmal „Random Conrol“. Die drei hinter diesem Namen stehenden Musiker sind der 41-jährige, international bekannte Pianist David Helbock, der studierte Saxophonist Andreas Broger und der ebenfalls studierte Blechbläser und Schlagzeuger Johannes Bär. Das Trio spielt seit 15 Jahren zusammen und hat dabei inzwischen ein abwechslungsreiches Repertoire aus selbst komponierten, aber auch jazzig neu arrangiertem Pop und sogar volkstümlichen Stücken entwickelt. Die meisten davon stammen aus der Feder von David Helbock.

Die Vierte im Bunde war an diesem Abend die 36-jährige Jazz-Sängerin und Professorin für Jazz-Gesang an der Nürnberger Hochschule für Musik, Filippa Gojo. Sie ist laut Andreas Broger kein „festes Bandmitglied“ tritt aber sehr häufig im Wechsel mit einer anderen Jazz-Sängerin bei Konzerten von „Random Control“ auf. „Was für eine tolle Sängerin“, äußerte sich ein Besucher am Samstag spontan über ihren Auftritt. Zu Recht.

Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und vehementen Darstellung war sie in der Tat der unbestrittene Mittelpunkt des Konzertes. Während sich die drei anderen Musiker eher auf sich selbst besannen und ihre Instrumente konzentriert präsentierten, suchte und fand Filippa Gojo immer wieder den Kontakt zum Publikum, aber auch zu ihren Musikerkollegen auf der Bühne. Mal lieferte sie sich ein beeindruckend hellstimmiges, Zwiegespräch mit David Helbrock am Klavier, dann wieder sang sie zur Begleitung von Trompeter und Drummer Johannes Bär mit tiefer, sinnlicher Stimme langsame Moll-Töne oder interpretierte mal leise und dann wieder wild schreiend und mit den Füßen stampfend, das alte Heine-Gedicht von der Loreley und ihre tödliche Anziehungskraft auf die Rheinschiffer: „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“.

Solche immer wieder anders klingenden Wechselspiele zwischen Filippa Gojos Stimme und den virtuosen Vorträgen der drei Musiker auf ihren Instrumenten entlockte den Besuchern mehr als einen begeisterten Zwischenapplaus. Vor allem die von Johannes Bär oft gleichzeitige Handhabung seines Schlagzeuges mit diversen Blasinstrumenten wie einer kleinen Tuba, einer übergroßen weißen Muschel und einer flachen Pappschachtel, aus der er ganz ungewöhnlich sonore Töne hervorzauberte, beeindruckte sehr.

All das machte das Auftakt-Konzert des diesjährigen „Höfe-Festivals“ am Samstag im Schirrhof zu einem hörenswerten Versprechen für die noch kommendenden Konzerte.

(lang me)

 

 

 

 

KONTAKT
Kulturprojekte Niederrhein
Rüdiger Eichholtz
Ackerstraße 175
D-47447 Moers
+49 177 203 52 77
info@kulturprojekte-niederrhein.de

 


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