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SCHON DABEI?

RP, 20.02.2026, Kamp-Lintfort

Die Stadt Kamp-Lintfort hat sich um die Teilnahme an der Extraschicht beworben. Allerdings soll nur der Schirrhof Veranstaltungsort sein. Foto: Norbert Prümen

 

Schirrhof legt Extraschicht ein

Blick ins Kulturjahr 2026 in Kamp-Lintfort

Kamp-Lintfort · Das städtische Kulturprogramm für 2026 steht. Kulturfreunde dürfen sich auf Bewährtes und Neues in den Sparten Musik, Kunst und Theater freuen. Bei diesen Veranstaltungen könnten die Ticketpreise steigen.

Von Anja Katzke

Extraschicht – ja, aber anders; Theatervorstellungen – ja, aber möglicherweise teurer; kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche – auf jeden Fall. So lässt sich das städtische Kulturprogramm 2026 zusammenfassen. Was das Kulturbüro für dieses Jahr plant, hat das Team um Leiterin Susanne Rous in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport vorgestellt. Wir geben einen Ausblick darauf, was die Stadt Kamp-Lintfort in den Sparten Theater, Musik und Kunst in den kommenden Monaten zu bieten hat.

Extraschicht

Die Stadt Kamp-Lintfort hat sich erneut um die Teilnahme an der langen Nacht der Industriekultur beworben. Sie wird am 27. Juni im Ruhrgebiet stattfinden. In der Hochschulstadt soll die Extraschicht jedoch erstmals nur am Schirrhof an der Friedrich-Heinrich-Allee stattfinden und nicht im Zechenpark. Zechenparkfest und Picknick im Park müssen 2026 aufgrund der geplanten Bauarbeiten für die Bahnanbindung Kamp-Lintforts ausfallen. Zwar ist der geplante Termin zur Inbetriebnahme der Niederrheinbahn im Dezember 2026 geplatzt, weil sich etliche Brückenbauwerke auf der Strecke von Moers nach Kamp-Lintfort als marode erwiesen haben. Der Bau der Gleistrasse durch den Zechenpark lässt die beiden Veranstaltungen wohl aber nicht zu.

Die Spielzeit 2026/27

Auch in der nächsten Spielzeit sind sieben Theaterabende in der Stadthalle geplant. Den Auftakt macht am 24. September das Landestheater Burghofbühne aus Dinslaken mit der Komödie „Neues Stück“. Mit einem Liederabend über Hildegard Knef gastiert das Orchester Piu Piu Sarara am 9. Oktober in der Stadt. Bei der Konzertdirektion Landgraf ist die Komödie „Achtsam Morden durch bewusste Ernährung“ für den 18. November gebucht. Die Burghofbühne bringt am 19. Januar 2027 das Schauspiel „Herr Lehmann“ auf die Bühne der Stadthalle. Das Westfälische Landestheater gastiert mit der Inszenierung „Der Buchspazierer“ am 17. März 2027. Ein Kriminalstück hat die Komödie Berlin im Gepäck: „Sherlock Holmes – der Fall Moriaty.“ Die Aufführung ist für den 20. April 2027 terminiert. Die Spielzeit schließt am 4. Mai 2027 mit einer musikalischen Produktion des Westfälischen Landestheaters mit dem Titel „Songs for an Oscar“.

Eintrittspreise könnten steigen

Die Stadt Kamp-Lintfort muss den Gürtel enger schnallen und ein Haushaltssicherungskonzept vorlegen. Deshalb schlägt die Stadtverwaltung vor, die Eintrittspreise fürs Theater-Abo und den freien Verkauf um 25 Prozent zu erhöhen. Aktuell sind von 714 Sitzplätzen in der Stadthalle 530 als Abonnement verkauft. Dies entspreche einer Auslastung von 74 Prozent. Städtischen Ausgaben in Höhe von 79.000 Euro stehen aber Einnahmen von 43.000 Euro gegenüber. Der Zuschussbedarf beläuft sich demnach auf 36.000 Euro. Folgt der Stadtrat dem Vorschlag, würde das Abonnement zum Beispiel im I. Rang 102,50 Euro statt 82 Euro kosten, im freien Verkauf 24 Euro statt 19 Euro.

Freilichttheater Kamp

Die Veranstaltung im Schatten von Kloster Kamp soll weiterhin im zweijährigen Rhythmus stattfinden. Für den Sommer 2026 ist eine Kombination aus NN Theater, Landestheater Burghofbühne und Theater Freudenhaus in Planung. Das NN Theater gastiert am 14. und 15. August mit „Till Eulenspiegel – der Meister der Ent-Tarnung“, die Burghofbühne am 21. August mit der Komödie „Trennung für Feiglinge“ und das Theater Freudenhaus am 22. August mit „König Ödipus“. Wie das Kulturbüro berichtet, konnte aus dem Kreis der Unternehmerinitiative bislang 16 Sponsoren für das Theaterfest gefunden werden

Was der Sommer zu bieten hat

Der Kultursommer in Stephanswäldchen, Schirrhof und Terrassengarten geht 2026 weiter. Die Kooperation mit dem Verein „Kulturprojekte Niederrhein“ wird ebenso fortgesetzt. Das Publikum darf sich voraussichtlich auf eine Neuauflage des „Höfe-Festivals“ freuen. In Zusammenarbeit mit der Galerie Schürmann finden im Sommer zwei Kunstausstellungen in der westlichen Orangerie im Terrassengarten statt. Vom 10. Mai bis zum 12. Juli sind Werke von Bettina Hachmann und Armin Göhringer zu sehen. Martin Langer und Christoph Pöggeler stellen vom 29. August bis zum 18. Oktober aus. In die nächste Runde gehen die Landpartie (22. bis 25. Mai) und die Herbstpartie (18. bis 20. September). Eine Neuauflage soll der „Grenzlandcup: Kali Up“ finden, der 2025 in Kooperation mit dem Verein Kulturprojekte Niederrhein und der Skateboardgemeinschaft stattgefunden hat. Premiere feiert das „Klangrevierfestival“ am 12. September. Ziel des Formates ist es, organisiert vom Verein „Klangrevier“, junge Bands und ein junges Publikum anzulocken.

Kulturelle Bildung

Das Projekt „Kulturstrolche“ bietet Kindern der zweiten bis vierten Klasse die Begegnung mit Kultur in verschiedenen Sparten. Seit 2016 packt die Stadt Kamp-Lintfort den Kulturrucksack. Den entsprechenden Förderantrag stellt sie im Verbund mit der Stadt Neukirchen-Vluyn. Zielgruppe sind Kinder von zehn bis 14 Jahren, die in verschiedenen Projekten selbst aktiv werden und sich künstlerisch ausprobieren können. In Kooperation mit dem Verein Kulturprojekte Niederrhein finden Pausenhallenkonzerte statt. Die Stadt ermöglicht „Jedem Kind einen Theaterbesuch“. Es richtet sich an Kinder im Vorschulalter. Außerdem gibt es Theater für Jugendliche an weiterführenden Schulen. Die Stadt kooperiert mit der Burghofbühne. Sponsoren sind die Stadtwerke Kamp-Lintfort und die Volksbank Niederrhein.

(aka )




KONTAKT
Kulturprojekte Niederrhein
Rüdiger Eichholtz
Ackerstraße 175
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