15. Sept. 2026
Soweit nicht anders Vermerkt ist der Eintritt frei! /// Um Spenden wird gebeten!
Geläut
- Di. 15. Sept. 2026 | 20:00 Uhr
Ev. Kirche Budberg, Bischof-Roß-Straße, 47495 Rheinberg

Besetzung:
- Sarah Büchi (Gesang)
- Susanne Paul (Cello, Gesang)
- Michl Engl (Tuba, Posaune, Euphonium, Flügelhorn, Alphorn)
- Matthias Schriefl (Trompete, Flügelhorn, Pikkolotrompete, Tuba, Akkordeon, Alphorn)
Wer sich durch Großstädte bewegt, erlebt selten Stille. Heute gibt uns das Läuten unserer Handys, der Alarmglocken, Pausenglocken und Zen-Apps den Takt im Leben an, während das Geläute aus den Kirchtürmen im Lärm des Alltags kaum mehr wahrgenommen wird. Dabei waren die Kirchenglocken – im Zentrum einer jeden Gemeinde – über Jahrhunderte die Metronome, nach deren Rhythmus das Leben tanzte.
Matthias Schriefl will sich in einer Zeit des Umbruchs ganz bewusst den mächtigen und abwechslungsreichen Klängen verschiedener Geläute widmen. Dabei sollen die Obertöne und Dreiklänge der einzelnen Glocken erlebbar werden, also etwas, das man schon immer gespürt, aber noch nicht so klar gehört hat. Schriefl bringt den komplexen Groove zum Vorschein, der sich in den oft vertrackten Rhythmen gerade des traditionellen Glockengeläuts Mitteleuropas verbirgt. Durch die hervorragende Besetzung und Instrumentierung dieses Quartetts wird das bunte Klanggeflecht der Geläute entzerrt und weiterentwickelt. Die Stücke und Melodien morphen dann aus den Transkriptionen der Geläute heraus in ausgiebige Soli der vier Musikerinnen. Das Programm führt die Zuhörer von einer Wallfahrtskirche im Allgäu, mit nur vier harmonischen Glocken, zu riesengroßen Geläuten, wie das des Stephansdoms in Wien oder des Konstanzer Münsters. Dabei wird auch das Geläut des Innsbrucker Doms vor Ort interaktiv mit eingebunden.
Johannes Bär und Matthias Schriefl bedienen auf vielfältige Weise alle Blechblasinstrumente sowie Alphörner. Mathilde Vendramin ist auf ihrem Cello und teilweise gleichzeitig als Sängerin eine extrem vielseitige Virtuosin. Sarah Büchi weist mit ihrer Stimme eine unglaubliche Flexibilität und rhythmische Versiertheit auf.
Alle vier sind Jazz-Musiker und blicken ebenso auf eine fundierte klassische Ausbildung zurück. Sie pflegen dabei eine Offenheit für Kirchenmusik, Volksmusik, Pop, südindische Musik sowie Neue Musik. Mit tiefgreifenden Kompositionen lässt das Quartett das uralte Ritual des Glockenläutens neu aufleben.
Wenn du das Universum verstehen willst, denke in den Begriffen Energie, Frequenz und Schwingung (Nikola Tesla)
Mehr Infos:
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Photos: © Gerhard Richter
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